Donnerstag, 21. März 2013

Kartoffeln und Ostasien

und der "Frühling" und die Schule


Soo, eigentlich wollte ich schon gestern was geschrieben haben, hatte aber blöderweise mein Aufladekabel für den Laptop in der Schule liegen, das daraus nichts wurde. Naja, wenigstens bin ich so endlich mal mit dem färöischen Harry Potter weiter gekommen :)

Sonntag hat es erst mal angefangen richtig viel zu schneien, woraufhin wir erst mal prompt mehr Schnee hatten als im Winter.. Vor allem bin ich später am Tag noch nach Kollafjørður (Eysturoy, 840 Einwohner) gefahren bin, um mit einer Klassenkameradin an einem Schulprojekt zu arbeiten. Sobald man nämlich aus Havn herausfährt, liegen prompt 10cm mehr Schnee :)

Seit Dienstag scheint jedoch wieder kräftig die Sonne, und zwischen durch schneeregnet/hagelt es gerne mal. Ganz ehrlich, und ihr beschwert euch über April-wetter...

Ey, und es wird heller! Unglaublich hell! Inzwischen wache ich häufig um halb sieben (also vieeeel zu früh) auf und denke ganz panisch, ich hätte verschlafen. Grund: inzwischen ist es um die Uhrzeit so hell wie vor einem Monat noch um 9Uhr..
Also, das Schulprojekt: Das ganze heißt verkætlan ("werschkätlann) und ist eine Mischung aus Hausarbeit und Referat, an dem aber eine Woche lang ausschließlich in der Schule gearbeitet wird. Thema konnten wir frei wählen, musste nur irgendwas mit unserem ersten Kurs (also Kunst) zu tun haben. Wir haben uns für "klassische Bildkunst in Ostasien mit Fokus auf China, Korea und Japan" entschieden. Fragt nicht, wie wir darauf gekommen sind.

Auf jeden Fall ist diese Arbeit recht wichtig und muss aus einer Synopsis, einem "Tagebuch" (Dokumentation der täglichen Fortschritte), einer Präsentation und einem Produkt bestehen. Wir  haben daraufhin eine Umfrage gestartet, die, weil ich reden musste, recht peinlich war. Außerdem ist das höfliche, deutsche "wie bitte?" hier ein lautes, leicht genervtes "HAH?", was recht abschreckend wirken kann. Naja, war trotzdem irgendwie lustig :)

Für unser Produkt (drei landestypische Bilder mit Kalligraphie) haben wir außerdem Kartoffelstempel geschnitzt. War superlustig, weil das außer mir keiner kannte und wir uns deshalb hauptsächlich gegenseitig bestempelt haben. Aber das Endergebnis sieht doch trotzdem recht akzeptal aus, nicht? :)

Was mir im Laufe dieses Projektes auch noch aufgefallen ist: ich vermisse den Stress. Hier sieht man das als etwas total Schlechtes an, aber ich denke inzwischen, dass man mit ein bisschen Druck und Herausforderung viel mehr (und schneller) leisten kann. Naja, wird trotzdem irgendwie gut werden :)

Auf jeden Fall haben wir morgen unsere Präsentation und anschließend eine Woche (!) Osterferien. Achso, beste Frage der letzten Woche: "Sprichst du eigentlich fließend Deutsch?"

1 Kommentar:

  1. Das hab ich in Norwegen auch immer gedacht, dass so ein bisschen Stress vor allem in der Schule ganz nützlich sein kann. Inzwischen wünsche ich mir fast meine stressfreie norwegische Schule zurück, wobei man natürlich nicht wissen kann, ob es vllt ein bisschen stressiger gewesen wäre, wäre ich eine ambitionierte norwegische Schülerin gewesen. :D

    Ich find deinen Blog übrigens toll, bekomme gleich noch viel mehr Lust, irgendwann mal selbst hinzufahren.

    AntwortenLöschen