Samstag, 23. März 2013

fast wieder zweistellig

ein fast trauriges Jubiläum


Heute, prompt zum ersten Ferientag, feiere ich einen ganz besonderen Anlass: in genau 100 Tagen werde ich wieder deutschen Boden unter den Füßen habe. Ich weiß jetzt schon, dass ich es hier unglaublich vermissen werden. Vor allem die frische Luft, den Wind und die unglaubliche Landschaft. Ganz klar meine Familie, Freunde und Schule. Und Schafe, die zwar nicht sonderlich ansehnlich sind, doch irgendwie dazugehören. Und natürlich das verrückte Wetter. Hier schneit es inzwischen wieder. Ich glaube, es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich auf den Sommer freue. (Das deutsche Wetter ist eigentlich schon recht geil).

Es ist ein bisschen verrückt, dass ich mir jetzt schon Gedanken über meine Rückkehr mache. Und dass ich bereits plane und Vorfreude hege. Und gleichzeitig will ich auch auf keinen Fall hier weg. Ich fühle, dass ich hier noch nicht fertig bin. Es fehlt noch etwas. Übrigens ein Grund mehr sich für ein ganzes Jahr zu entscheiden. Wenn ich daran denke, wie lange ich gebraucht habe, mich hier einzuleben, war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Dazu noch ein Zitat aus Carlas USA-Blog, das es irgendwie auf den Punkt trifft:
"Es sind nur noch 3 Monate und 4 Tage hier, die Zeit vergeht so schnell und ich muss auch bald mal zum Haareschneiden."

Jo, so viel dazu. Hjørdis, meine "jüngere" Gastschwester macht sich gleich auf den Weg nach Italien, um ihre Gastfamilie zu besuchen. Auf dem Bilder ist der kleine Sohn meiner Cousine zu sehen (auf dem Arm meiner Gastmutter), die aus England zu Besuch gekommen sind. Die ersten sind noch aus Elduvík (wer hätte das gedacht, was? :))

Ich genieße jetzt erstmal meine letzten, färöischen Ferien. Auch wenn das mit dem Ausschlafen irgendwie immer scheitert. Entweder weil 1.) meine Augen noch an die Finsternis gewohnt sind und mit dem frühen Licht nicht umgehen können oder weil 2.) ich einfach nicht mehr so viel Schlaf brauche, wenn's draußen auch nicht mehr so dunkel ist.

Mit dem Schulprojekt haben wir auch noch rechtzeitig (und erfolgreich) abgeschlossen. Unsere Präsentation war sogar ziemlich gut. Hier waren alle total nervös, weil viele erst ein- oder zwei Mal in ihrem Leben vor der Klasse und Lehrern einen Vortrag machen mussten...

Ging trotzdem alles gut und ich habe sogar die zweitbeste Note bekommen, die in der Klasse verteilt wurde (nicht, dass das zählen würde, oder so... :D). Zeugnisse haben wir auch bekommen (warum auch immer) und joar, was soll ich sagen? Eigentlich bin ich zufrieden. So mit allem.


So, zum Schluss kann ich euch  noch mein momentanes Lieblingslied anbieten - vi ses í 100 Tage, Freunde!

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