Dienstag, 12. März 2013

der April, der April, macht was er will...

... Ach, tvætl, ist doch erst März.

 

Also wie das Wetter fühle ich mich im Moment/den letzten Tagen ein bisschen wahllos ausgewählt und wechselartig. Auf keinem Fall so schlimm launisch wie im Januar, aber irgendwie doch leicht nervig. Wenigstens sorgt die Abwechslung für keine Langeweile :)

Vielleicht dazu ein paar nähere Erläuterungen. Ich glaube, die Zeit jetzt ist die, wo sich wirklich alles festigt. Und in dieser tollen Selbstfindungsphase, passe ich mich und mein Umfeld neu an. Und das führt zu Neuanfängen, Enden und Wechseln, z.B. in meinen Freundeskreis. Für manche (zum Glück wenige) empfinde ich inzwischen nur noch Dankbarkeit, dass sie anfangs mit mir geredet und mir ein Gefühl der Sicherheit gegeben haben.

Im Grunde ist das ja keine schlechte Sache. Nur möchte ich auch irgendwie nicht aufgeben, was ich mir in den letzten 7 einhalb Monaten aufgebaut habe und nichts und niemanden links liegen lassen. Und während ich vorankomme, hänge ich in anderen Bereichen irgendwie fest. Die Sprache ist ein einziges Auf und Ab: Ein Gespräch kann mich verzweifeln lassen und total frustrieren, ein anderes motivieren. Manchmal fühle ich mich echt wie ein Genie oder bin stolz wie ein Oskar (woher kommt diese Redewendung eigentlich? :D), dass ich folgen kann.

Oder zum Beispiel mit meiner Gastfamilie, mit der ich nach wie vor eigentlich super auskomme. Es fehlt nur noch etwas. Die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, sozusagen. Und genau für diese werde mich in meinem letzten Drittel meines Auslandsjahres einsetzen. Ja, genau. Zwei Drittel sind bereitsvorbei (war es nicht gestern noch die Hälfte? :o), das heißt mir bleiben noch genau 111 Tage.

Seit einigen Tagen schneit es hier übrigens wieder (ich weiß, nichts Besonderes, in Deutschland ja schließlich auch). Nur ist hier am 12. März eigentlich Frühlingsanfang. Das ist recht wichtig hier (gab sogar 'ne Reportage im Fernsehen), es wird die Flagge "gehisst" (in jedem zweiten Vorgarten) und in der Regel kehrt Tjaldur (gibt's sogar einen wikipedia-Abschnitt zu) aus dem Süden zurück. Naja, ich habe noch keinen gesehen bzw. gehört...






So, damit ist fast alles gesagt. Das Video oben ist ein Schulprojekt. Aufgabe oben war drei Minuten (haben's nicht mal auf zwei gebracht) selbstverliebt mit der Kamera flirten - also im Grunde einen Steckbrief-Film. Ich hab's zweisprachig gemacht, weil ich im Grunde zwei Leben habe. Ein färöisches, ein deutsches. Achtet mal darauf, wie unterschiedlich meine Stimme klingt! Und falls jemand hier die Sprache verstehen sollte: ich weiß, die meisten Endungen sind nicht richtig! :D

Bilder sind noch von meiner Tour nach Elduvík und zu guter letzt ein wirklich (!) sehenswertes Video über Vögel auf einsamen Inseln im Atlantik. Amen.

2 Kommentare:

  1. Klingt 'n bisschen wie Schwedisch :)

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  2. hört sich an als ob du grad ein tief durchlebst... ich glaube das machen gerade alle austauschschüler dieser welt. ich bin grad in kanada und ich habe gerade auch einen hänger. ich freu mich total auf den sommer und auf zuhause. und den anderen deutschen an der schule bei uns geht es genauso. also: halt durch du bist nicht allein und ich denke das wird sich bald ändern

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