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Donnerstag, 16. Mai 2013

(m)ein Austausch im Austausch

Meine Wechselwoche in Sumba, Suðuroy


So, inzwischen bin ich bei einer anderen Gastfamilie in Sumba, dem suedlichsten Dorf auf den Faeroern, gelandet. Was glaube ich keiner (ich zuvor auch nicht) denkt, wie unterschiedlich die Kultur innerhalb des Landes sein kann. Zum Beispiel gibt es vier grosse Dialekte, aber eigentlich kein richtiges "Hochfaeroeisch". Und ratet, wo's den groessten und "schlimmsten" Dialekt gibt? Genau, mal wieder im Sueden...

So wird nógv (viel) beispielsweise "nogf" ("negf" in Havn), svangur (hungrig) wird zu "svongur" ("svængur"). Generell wird Suðuroy auch gerne "Klein-Dænemark" genannt. Grund: die dænische Sprache zeigt hier schlichtweg viel groessere Einfluesse. Zum Glueck verstehe ich dænisch inzwischen recht gut; hauptsæchlich weil's einfach eine Mischung aus Færøisch und Deutsch nur ohne Grammatik ist :)

ein Klassenzimmer
In Sumba lebe ich zusammen mit zwei Gasteltern und einer Gastschwester, mit der ich auch zur Schule mitgehe. Gudbjørg geht in die zweite Klasse der Oberschule (vergleichbar mit der gymnasialen Oberstufe). Die Schule (drei Jahrgænge) besteht aus 100 Schuelern á 6 Klassen. In der 2.a sind die 12 Schueler zwischen 17-25 alt und ebenso unterschiedlich.


Schuelerzeichnung "franzoesische Revolution"


Es gibt den Heavy-Metal-Jungen, die Schlaue, die Saengerin, einen Musiker, der sechs Jahre durch Schweden getourt ist, eine junge Mutter und eine, die es bald sein wird. In diese sehr gemischte Gruppe passt "die Deutsche" natuerlich gut rein. Generell ist mir hier aufgefallen, dass Menschen viel toleranter und weit weniger wæhlerrisch sind. Vielleicht muss man das auch sein, wenn man in allem sehr beschrænkt ist.

In Sumba wohnen etwa 200 Menschen. Und tatsaechlich ist es so klein, dass ich  bereits am zweiten Tag durch's Dorf auf Bekannte stosse. So klein, dass 18 Kinder hier in die Schule gehen. So klein, dass im Supermarkt, der im Dezember letzten Jahres aufgemacht hat, der Abstand zwischen Tiefkuhltruhe und Regal exakt ein Einkaufswagen und nicht mehr passt.

Das Leben in (oder auf?) Suðuroy ist im Vergleich zu dem Hauptstadtleben recht laendlich. Jedoch ist man hier gleichzeitig auch sehr stolz drauf. "Wir fangen unseren Fisch noch selbst!" Fast jeder im Dorf besitzt Schafe, ein Boot und viele sogar einen Gelaendewagen (der sich auch zum Schafstransport eignet) :)


Das schoene am Mai ist vorallem, dass es inzwischen wærmer ist (um die 10 Grad an manchen Tagen), das Gras ist viel gruener und alle Schafe haben Læmmer, was bedeutet, dass jetzt wirklich ueberall Schafe sind. Macht aber nichts. Und es gibt nichts suesseres als so hopsende (dafuer gibt's meines Wissens auch einen Ausdruck, habe ich aber vergessen) und mæhende Læmmer :)



Dienstag, 18. Dezember 2012

Hakuna Matata, Freunde!

Text + Bilder sind endlich gefolgt :)


So, schätze, ich habe einiges nachzuholen. ABER wenigstens bin ich durch den ganzen Weihnachtsstress so beschäftigt, dass mir nicht mal Zeit bleibt, um in Winterdepressionen zu verfalle. Hakuna Matata eben - es gibt keine Schwierigkeiten :)
Also erstens: das Video, dass ich euch schon vor langem gezeigt haben wollte. Wie auch das andere ist das hier ein Beitrag zu dem Filmwettbewerb, an dem ich mit einer Klassenkameradin teilgenommen habe. Nähere Infos siehe hier (http://karen-im-atlantik.blogspot.com/2012/11/film.html), bin wieder mal zu müde, um alles zu wiederholen :)
Auf jeden Fall finde ich dieses besser (nicht zuletzt wegen dem hohen Süßheitsfaktor :)). Und falls es bei diesem auch Verständnisprobleme auftreten sollten, hier die Erläuterung: Tjaldur, der Vogel im Video und Protagonist, ist ein Austernfischer und Nationalvogel auf den Färöern. Durch die 80000 Schafe auf den Inseln jedoch (siehe Beginn) verfangen sich die Vögel manchmal in der Wolle, die am Boden liegen geblieben ist. Davon können sie sich selten selber befreien und sind dadurch auf Hilfe angewiesen. Im Grunde ist's ganz einfach, nicht? :)
Und ich weiß, ich sollte das nicht sagen, weil Eigenlob stinkt, aber ich find's einfach unglaublich süß und kann's mir ständig ansehen. Es ist in diesem Video übrigens alles selbst gemacht, die Tjaldurs habe ich gemalt, die Musik Sólvá komponiert und aufgenommen und Kulisse und Hintergrund haben wir selbst entworfen. Kul, ikki?
Ansonsten dümpeln gerade so die letzten Schultage vor sich hin. Montag und Dienstag war ich nocheinmal mit dem Filmprojekt als Runner unterwegs, heute hatte ich nur zwei Stunden, in denen wir jedoch Kaffee trinken gegangen sind, morgen ist eine Messe für alle Schüler und Freitag findet eine kleine Weihnachtsfeier in der Schule statt. Also im Grunde eine ganz nette Woche :)
So, das andere Filmprojekt. Wie bereits ausführlich geschwärmt, war ich ja Ende Oktober/Anfang November an einem professionellen Filmset. Davon war gestern noch ein letzter Drehtag, in der einige Szenen wiederholt werden mussten und auch die Szenen mit der färöischen Sängerin Eivør Pálsdóttir gedreht wurden. Am Tag zuvor haben wir uns noch zum Einkaufen, Organisieren und Besprechen getroffen. Am nächsten Morgen ging es dann viel zu früh zum Kaffee kochen und anschließend in die Fischfabrik, deren Geruch ich wohl immer noch nicht wieder losgeworden bin. Danach weiter nach Vestmanna, die 40min Autofahrt erstmal prompt geschlafen und nach dem Angekommen wieder Kaffee kochen, Essen vorbereiten und Equipment tragen. Lustig war's auch, als wir 4 Liter Blaubeersirup über einen Schauspieler als "Blut" kippen durften. Wohlgemerkt wurde draußen und nur "leichtbekleidet" gedreht. Und dann irgendwie so das Übliche. Mittagessen machen, Sirup aus den Hemden herauswaschen, Chaos machen und wieder aufräumen.Alles in allem kann ich sagen, dass es wieder ein toller Tag war und ich auf dem Rückweg wieder gut geschlafen habe :)
So, Schokotorte und Weihnachtsgeschenke warten. Schreibe vermutlich in zwei oder drei Tagen wieder. Bis dahin teile ich gerne eitt sindur Fernweh mit euch! (http://vimeo.com/55279243).

Freitag, 30. November 2012

Karen is back!

bzw. ich war nie weg. Obwohl, irgendwie bin ich das doch :)


Die Spargelcremesuppe beim Abendessen (übrigens von Knorr) hat mich dann doch an Deutschland erinnert und dass ich mal wieder was schreiben könnte :) Die Suppe gab's im Übrigen mit Nudeln drin, eine Mischung, die mir bis dato auch unbekannt war...

So, jetzt heißt es Erinnern, was ich eigentlich die letzte Woche über getrieben habe.


Den Kurzfilm gibt's irgendwann später ... :D
Also einer der Höhepunkt war, dass ich Sonntagabend gekocht habe. Zu essen gab's Reibekuchen mit Apfelmus (den ich hier tatsächlich sogar gefunden habe) und mit Speck und Käse, wobei ich letzteres nicht mal selbst vorher probiert hatte... Zum Nachtisch habe ich Bratäpfel gemacht, die echt gut ankamen (was vielleicht auch daran lag, dass ich inzwischen weiß, was meine Gastfamilie mag und was nicht. Also hab ich einfach mal die doppelte Menge Zimt und Rosinen rein getan). Das überraschende am Kochen war aber hauptsächlich, dass es ausnahmsweise mal richtig gut geklappt hat - also fast so, als wär's in Deutschland.

Ansonsten ist eigentlich alles normal. Also so normal eben, wie ein färöisches Leben eben sein kann, dass ich jetzt seit über drei Monaten lebe (erst? :o). Es ist ganz lustig zu beobachten, dass mir manche Dinge auffallen, weil sie mir nicht auffallen. Zum Beispiel das Wetter (bestes Beispiel für alles). Ich gucke aus dem Wetter und es regnet/schneit. Zehn Sekunden später wandert mein Blick wieder raus und die Sonne scheint. Aber nicht, dass mich das wundern oder verwirren würde. Das wirklich irritierende ist, dass es mir erst später auffällt, als ich darüber nachdenke, dass ich nicht darüber nachgedacht habe...

Das Wetter ist im Übrigen gerade ganz nett - hugnalig eben (dänisch hygge, wem's was sagt). heute (während ich endlich mit dem Stricken angefangen habe, hurrahurra!) hat's draußen ganz doll und schön und friedlich und karenverliebend geschneit, dann gab's Kakao und warme (färöische) Brötchen und - oh Gott, ich liebe es einfach so.

Die Fotos in diesem Post sind von überall und überzeit. Hab einfach mal gesucht und rausgekramt und diese bunte Mischung ist das Ergebnis :)
Der Nachteil am Wetter ist nur, dass das Minusgrade bedeutet (macht Sinn, nicht? ;)). Zwar ist es hier nie richtig kalt (Golfstrom), aber die -1° fühlen sich mit Wind und frischer Meeresluft auch mal locker wie -10° an, wenn die kleine Karen lange auf den Bus warten muss... Und wenn's kalt ist, friert es. Also auch der Boden und somit die Straßen. Das kann einerseits natürlich gefährlich sein, für die kleinen Kinder jedoch ganz toll und für mich eher beängstigend. Wer mich kennt, kennt mein Talent beim Schlittschuhlaufen. Ich kann euch versichern - Eis"laufen" kann ich noch weniger! :D

Aber hey, ich bin noch kein (!) einziges Mal hingefallen, wenn auch ich jedes Mal mindestens doppelt so lange gebraucht habe! :D

Ansonsten war gestern der Geburtstag meiner Gastmutter, der "typisch" färöisch gefeiert wurde. d.h. am Tag vorher wurde gebacken und gekocht, die Weihnachtsdekoration (Lichterketten und Wichtelfiguren überall) herausgeholt und am Abend die Freunde eingeladen, Familie muss man nicht anrufen - die kommen auch so. Dann kommen am Abend alle zusammen, essen und reden (meistens übrigens auch wieder über gemeinsame Bekannte und Verwandte) und das ist mindestens ebenso hugnalig :)
Heute haben wir tausende Herzen (warum auch immer ausgerechnet Herzen) für die Weihnachtsdekoration in der Schule ausgeschnitten und aufgehangen, danach habe ich Stricken wiedererlernt. Ich stricke übrigens "dänisch", das heißt den Faden in der linken Hand, kein Wunder, dass ich so verwirrt war als meine Gastmutter versucht hat, die färöische Weise zu erklären ... Anschließend waren wir dann draußen spazieren und sie zwischen gewandert und gerutscht durch den Schnee und die vollmondige Nacht und die ruhigen Straßen und all den Lichtern (insbesondere in der Stadtmitte) durch die Weltgeschichte gelaufen. War auf jeden Fall super nett, wenn auch es etwas länger als angenommen gedauert hat (hmmm, warum wohl? :D) und ich jetzt auch wieder mal tausende neue Fotomotive habe...



Nicht hinzufallen ist die eine Sache, aber sich beim Spazieren mit Kriegsbemalung zu versehen, ohne es selbst zu merken, ist das andere, mindestens genauso peinliche... :D

Mittwoch, 26. September 2012

Warum die Inseln heißen, wie sie heißen

1 Tag, 7 Schafe und hundert Männer (und Frauen)

Ich dachte, ich versuche mich mal wieder von meinen Freitagnachmittagberichten zu lösen und wieder etwas flexibler zu sein und da meine einzigen beiden Stunden heute ausgefallen sind, habe ich auch die nötige Zeit :D

mein Liebling :)
Wie vielleicht einige von euch wissen (sollten) heißen die Färöer übersetzt "Schafsinseln". Grund dafür sind die 80.000 Schafe, die entgegen der 48.000 Menschen doch irgendwie überlegen sind. Doch entgegen meiner Vorstellung, sieht man nicht überall und ständig Schafe, sondern eher immer vereinzelt ein paar in den Bergen. Und am Straßenrand (Angst vor Autos haben sie irgendwie nicht) und manchmal auch auf der Straße. Und seltener fallen sie von den Klippen (habe ich nachgefragt!) :)

DIE Insel :)
Schaf bedeutet auch nicht gleich Schaf, wie ich gelernt habe. Und die sehen hier auch nicht unbedingt so aus, wie man sich die Tiere vorstellt. Spricht weiß, klein, kuschelig. Nein, die Schafe hier haben riesige Hörner, sind meist braun oder schwarz und groß und fett. Und ich würde einfach mal behaupten, dass die färöischen Schafe das schönste Schafleben auf der Welt haben.

Meine Gastfamilie hat auch einige Schafe (fünf oder sechs) auf einem Grundstück etwas abseits von Tórshavn. Mein Lieblingsschaf habe ich schnell gefunden und mir auch direkt als Hintergrundbildschirm eingestellt. Daraufhin wurde mir erklärt, dass mein Liebling demnächst geschlachtet werden soll. Also werde ich's vermutlich wieder gegen meine Papageientaucher eintauschen...

Dann waren wir am Samstag in Tjørnuvík, einem Dorf im Norden, wo hundert Männer und Frauen (darunter auch mein Gastvater) die sieben Schafe von einer kleinen Insel, Stakkur, geholt haben. Wofür hundert Männer gebraucht wurden und wie die alle auf die Insel gepasst haben ist mir nach wie vor ein Rätsel. Die meisten sind jedoch nur mitgekommen, weil man normalerweise nicht auf Stakkur kann. Dorthin gelangt man übrings mit einem Seilbahnartigen Gebilde, das ein bisschen an eine Eisenbahn erinnert, die 130 Meter über der Meer "fährt". Ich selbst war nicht da, Fotos sind aus'm Internet.

Waage + erstaunlich ruhiges Schaf
Wir haben dann (mit zahlreichen anderen) die Rückkehrer im Dorf begrüßt. Dann wurde ein kurzees Lied gesungen, die Schafe präsentiert und gewogen. Das Schwerste wog übrigens 84 kg (glaub ich) ohne Wolle! Das wurde an Seefahrer verkauft, die Weihnachten über in oder vor Grönland unterwegs sind um jeden Preis (umgerechnet 2000€) etwas Gutes für die Feiertage haben wollten. Das schwerste/fetteste Schaf zu haben ist übrigens eine Art inoffizieller Nationalsport :) Anschließend haben alle "Helfer" ein Bier bekommen und abends war noch eine Art Dorffest mit Tanz und so weiter, aber bis da sind wir nicht mehr geblieben.



Aussicht vom Dorf aus auf die andere Seite von Risin und Kellingin :)








Fisch zum Trocknen an einer Hauswand (sieht man, wenn man genauer hinguckt häufiger :))









Und das Dorf Tjørnuvík mit nervigem, gelben Gartenschlauch :)







Mäh!

Dienstag, 21. August 2012

Möwe-Ärgere-Dich-Nicht

Eine Samstagnachmittag-Beschäftigung


Aufmerksame Leser wissen vielleicht, dass wir in Sandur einen kleinen Wintergarten hatten, in dem wir die meiste Zeit verbracht haben. Meine kleinen Gastcousins hatten so eine kleine Spielzeugangel, mit der sie gerne leere Bierdosen oder Kleidung gefischt haben.

Als wir dann aber samstags vom Angel wiederkamen und irgendwann nur noch zwei Fischköpfe übrig waren, wurde das Spiel etwas abgeändert.

Weil vor dem Wíntergarten noch so eine kleinen Terrasse mit breitem Gelände, verlockend, um etwas darauf abzustellen, war, hatten wir eigentlich perfekte und vor allem gemütliche Sicht.

Also, zum Spiel: Der Fischkopf wurde dekorativ auf dem Gelände gestellt, dann die Angelschnur über die Terrasse verbreitet und im Wintergarten wurde gespannt gewartet und musste auf Befehl meines Gastcousins eisern geschwiegen werden. Nach einigen Anläufen und Annäherungsversuchen hatte die Möwe sie schließlich überwunden und stolzierte skeptisch dem Fischkopf entgegen. Als sie sich dann schließlich überwunden hatte, wollte sie ihre Beute natürlich mitnehmen. Problem nur, dass die Angel stärker war. :)

Das fanden dann alle (außer die Möwe) unglaublich lustig, dass das ganze Spielchen direkt von neuem veranstaltet wurde. Und die Möwe gab irgendwie nicht auf.

Oder sie durchblickte es irgendwie nicht ... :)

Sonntag, 19. August 2012

Ab in den Süden :)

So, nachdem ich die letzte Woche über eigentlich nichts Wirkliches getan habe außer ein bisschen in der Gegend umher gepilgert zu sein und  mit Freunden oder Verwandte gemeinsam mit meiner Gastfamilie zu treffen, waren wir das Wochenende über "verreist".

Motto: ab in den Süden, der Sonne hinterher :)


der "runde" Strand
Freitag nachmittag ging's dann los und mit der Fähre nach Sandoy (Sand-Insel). Obwohl die Entfernung zu Tórshavn eigentlich nur geschätzte 20 km Luftlinie beträgt, waren wir fast 2 Stunden unterwegs. Wegen Fähre warten, Fährfahrt usw.

In Sandur hatten wir auf jeden Fall ein Haus, dass der Firma wo der Mann einer Cousine meiner Gastgeschwister arbeitet, gehört. Außer uns waren noch der Cousinenmann samt seiner Frau und zwei kleinen Söhnen und einer Tante mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Insgesamt ein recht netter Kreis, in dem es die wohl besten Steaks gab, die ich je gegessen habe und eine laaange Runde Trivial Pursuit (Spielende 3:10). Gewonnen haben wir (Kleingruppen) zwar nicht, wenigstens wusste ich, dass die südafrikanische Flagge sechs Farben hat und Norwegens einziger Regenschirmmacher in Bergen wohnt. Immerhin ein Anfang, oder? :D

Samstag sind wir dann zu einem Strand gefahren, wo alle Steine wegen des Meeres mehr oder weniger Rund sind und dann noch anschließend angeln. Gefangen habe ich (außer min. 1 kg unterschiedlichster Wasserpflanzen) nichts. War auch nicht so wichtig, zum Abendessen gab's nämlich (traditionall färöisch) Walfleisch, Walfett und Kartoffeln. Bis auf das Fett, dass wir eine einzige glibbrige Masse aussieht, habe ich alles gegessen. Und irgendwie hatte ich erwartet, dass das Fleisch viel strenger oder intensiver schmeckt, weil der Geruch beim Zubereiten das irgendwie vermuten ließ. Auf den Walfang-Konflikt komme ich übrings noch mal irgendwann zurück. Das ist nämlich etwas länger und komplizierter.

Ach, und dann sind wir noch ein bisschen durch die Insel gebummelt. Sandoy ist verhältnismäßig flach und es gibt viel mehr Blumen. Das Rumfahren war ganz nett, vor allem, weil ich glaube ich so alle Ortschaften der Insel gesehen habe. In einem, Dalur, war irgendein Fest, bei dem alle Dorfbewohner und dort gebürtigen unterwegs waren und es gab verschiedene "Veranstaltungen". Wir waren dann noch bei irgendeinem Cousin von irgendjemanden einen Kaffee trinken.




rechts: mein Gastcousin zeigt mir stolz den Fisch, den er zwar nicht geangelt, aber immerhin hemmungslos getötet hat. :)




Rollrasen mal anders...


Sicht aus dem super gemütlichen Wintergarten. über das neongrüne Dach haben wir übrings viel geredet :D




Heute sind wir dann wieder früh (gegen 12) zurückgefahren, weil meine Gastschwester noch arbeiten muss (wie eigentlich jeder Jugendliche hier) und weil morgen die Schule anfängt :)