Meine Wechselwoche in Sumba, Suðuroy
So wird nógv (viel) beispielsweise "nogf" ("negf" in Havn), svangur (hungrig) wird zu "svongur" ("svængur"). Generell wird Suðuroy auch gerne "Klein-Dænemark" genannt. Grund: die dænische Sprache zeigt hier schlichtweg viel groessere Einfluesse. Zum Glueck verstehe ich dænisch inzwischen recht gut; hauptsæchlich weil's einfach eine Mischung aus Færøisch und Deutsch nur ohne Grammatik ist :)
| ein Klassenzimmer |
| Schuelerzeichnung "franzoesische Revolution" |
Es gibt den Heavy-Metal-Jungen, die Schlaue, die Saengerin, einen Musiker, der sechs Jahre durch Schweden getourt ist, eine junge Mutter und eine, die es bald sein wird. In diese sehr gemischte Gruppe passt "die Deutsche" natuerlich gut rein. Generell ist mir hier aufgefallen, dass Menschen viel toleranter und weit weniger wæhlerrisch sind. Vielleicht muss man das auch sein, wenn man in allem sehr beschrænkt ist.
In Sumba wohnen etwa 200 Menschen. Und tatsaechlich ist es so klein, dass ich bereits am zweiten Tag durch's Dorf auf Bekannte stosse. So klein, dass 18 Kinder hier in die Schule gehen. So klein, dass im Supermarkt, der im Dezember letzten Jahres aufgemacht hat, der Abstand zwischen Tiefkuhltruhe und Regal exakt ein Einkaufswagen und nicht mehr passt.
Das schoene am Mai ist vorallem, dass es inzwischen wærmer ist (um die 10 Grad an manchen Tagen), das Gras ist viel gruener und alle Schafe haben Læmmer, was bedeutet, dass jetzt wirklich ueberall Schafe sind. Macht aber nichts. Und es gibt nichts suesseres als so hopsende (dafuer gibt's meines Wissens auch einen Ausdruck, habe ich aber vergessen) und mæhende Læmmer :)
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