Donnerstag, 14. Februar 2013

meine dritte und die "fünfte" Jahreszeit

Alaaf! - ganz nüchtern auf färöisch

 Hey ihr Lieben! Eigentlich bin ich ziemlich müde (bin gerade erst nach Hause gekommen), aber irgendwie schulde ich euch doch noch einen Eintrag, weil der letzte ja doch schon etwas veraltet ist... Daher will ich einmal die Ereignisse der letzten Tage zusammenfassen.



Also erstens ist vor einigen Tagen eine Freundin von mir, Austauschschülerin aus den Staaten vorzeitig zurückgekehrt. Dennoch bin ich recht stolz, dass ich rechtzeitig noch den genialen Geistesblitz hatte, Amerikaner zu backen und mit Zuckerguss bzw. Schokolade etwas zu schreiben (genial aus mehreren Gründen. 1.) fand ich das Wortspiel ziemlich passend 2.) waren die recht schnell gemacht 3.) hatte ich wieder einen Grund etwas (deutsches) zu backen 4.) sollen die ja typisches Karnevalsgebäck sein 5.) habe ich ein Rezept gefunden, wo Vanillepuddingpulver in den Teig mit rein kommt :D).

So, heißt wohl, jetzt bin ich die einzige weibliche Austauschschülerin hier. Also ich sträube mich ja immer gegen die Vorstellung eine unter zehn, zwanzig (deutschen) Austauschschülern an einer Schule zu sein. Aber so gut wie alleine im ganzen Land zu sein, ist auch irgendwie nicht gerade zum Empfehlen, weil der Austausch selber doch irgendwie ein zu großes Element ist, auf das man nicht verzichten sollte..

Außerdem war ja noch Karneval. Oder so. Als "Kölnerin" was die fünfte Jahreszeit angeht, habe ich Deutschland fast mehr vermisst als an Weihnachten. Unglaublich.Wenigstens musste ich nicht ganz drauf verzichten, wie es in den anderen nordeuropäischen Ländern der Fall gewesen wäre. Apropos habe etwas gelernt: Norwegen, Schweden und Dänemark bilden Skandinaven; die skandinavischen Länder Finnland, Färöer, Island und Grönland dagegen sind die nordeuropäischen Länder.

Aber zurück zu Karneval. Das ganze heißt Føstilávin und findet eigentlich nur Montag(abend) statt. In der Schule (oder im Kindergarten, Familie, etc.) wird ein Fass aufgehangen, auf das die Reihe nach eingeschlagen wird. Früher war darin eine Katze drin, heute nur noch Süßigkeiten, auf die sich dann alle stürzen. Anschließend gab's für jeden ein Brötchen und die Musikklasse hat wieder etwas vorgeführt. Bilder von der Feier in der Schule gibt's auf der Hompage.

Abends (bis halb zehn) haben Nachbarskinder und Cousins "geklingelt" (haha, es gibt hier keine Klingeln :D) und verkleidet nach Süßigkeiten gebeten. Also eigentlich wie beim deutschen Sankt Martin. War ein bisschen peinlich, weil ich immer die Tür öffnen sollte und die kleinen Kinder und ich uns dann nur peinlich berührt angeschwiegen haben.

Dienstag hatten wir schulfrei (warum auch immer schon wieder) weshalb ich kurzfristig mit meiner Cousine mit zum Unterricht auf die höhere Schule "Hoydalar" gegangen bin, die der gymnasialen Oberstufe entspricht. Einerseits war's ganz schön einmal "normalen" Schulunterricht mitzubekommen und Deutsch als Fremdsprache zu erleben, anderseits vergleiche ich natürlich direkt. Schließlich ist es die alternative Schule, auf die ich hätte gehen könnte ... Ach, und es erstaunt mich noch immer, dass selbst auf der größten Schule des Landes (etwa 800 Schüler) die Klassen eine Größe von nur 25 Schülern haben - bei mir sind sogar häufig nur 8, 10 anwesend.

Man merkt halt schon, dass alles etwas kleiner ist :)


PS: Bilder sind noch aus'm Bus irgendwo in Eysturoy. Vielleicht erinnert ihr euch, der Tag als so "gutes Wetter" war. :D


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen