viel Dunkelheit und noch mehr Zeit
So, irgendwie hab ich's auch inzwischen mit den Bildern wieder hingekommen, dass ich dieses Mal ein bisschen mehr etwas Ansehbares habe ;)
Achso, dann war ja auch noch Nikolaus. Zumindest in Deutschland. Hier wird der gutmütige Bischof nämlich (leider) nicht gefeiert, was sich irgendwie komisch angefühlt hat, am 6. ganz normal aufzustehen und nichts passiert. Andererseits ist's vielleicht auch gar nicht so schlecht - meine Schuhe hätte ich vermutlich nie sauber bekommen :D
Anfangen zu dämmern tut's gegen drei, manchmal auch schon früher. Ganz dunkel ist es in der Regel nach einer halben Stunde und das hält dann auch unverändert bis zum Morgen an. Aber was man nicht vergessen sollte: unabhängig von der Dunkelheit hat jeder Tag 24 Stunden, die genutzt und gelebt werden können.
Und gerade im langen, skandinavischen Winter, hat man viel Zeit. Um gegen Winterdepressionen und Müdigkeit anzukämpfen, empfielt sich lautes Musikhören, spazieren gehen, etwas unternehmen, aber auch drinnen gemütlich bei etwas Warmen zu trinken zu sitzen und einfach die Tage genießen.
Ich verbringe viel Zeit mit Stricken, Basteln, Lesen, Zeichnen, Färöisch lernen, Schule, Freunden und Nachdenken.
Was noch? Bin ich eigentlich einsam? ich meine inmitten von 18 kleinen Inseln, mitten im Nordatlantik? Inmitten 80000 Schafen und knapp 50000 Menschen? Nein, ich glaube nicht. Ich denke, die Zahlen sind egal, solange man inmitten von etwas ist.
(Ja, man merkt, der Winter ist lang :))
"Isoliert bin ich ohnehin, bin es immer gewesen. Aber es kommt mir trauriger vor, in einer großen Stadt isoliert zu sein, als auf einer kleinen Insel im Stillen Ozean."
- Jostein Gaarder aus 'der Geschichtenverkäufer'
Macht irgendwie, irgendwo Sinn, nicht wahr?
So, in diesem Sinn verabschiede ich mich, liebe Grüße aus dem Stillen Ozean und einen besinnlichen, restlichen 2. Advent! :)
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