Karen's Wochenendsbericht 2/2
Jetzt direkt noch was, bevor ich mir's wieder anders überlege ;)
Und zwar einige Worte über Infrastruktur generell auf den Färöern:
Busse fahren relativ regelmäßig, wobei man unter zwei unterscheiden muss: In Tórshavn und Kommune fahren die "roten" (es gibt genau fünf Buslinien), die sind kostenlos (!) und fahren alle zwanzig Minuten (von 7:00-17:00, dann bis 22:00 stündlich). Ab Samstagmittag bis Montagmorgen herrscht tote Hose.
Außerdem gibt es in regelmäßigen Abständen Schafsgitter, die im Boden eingelassen sind. Und um so ländlicher man kommt, umso zahlreicher werden die Tiere (Schafe, Gänse, oder 'ne Kuh), die die Straße blockieren.
Aber zurück zum Wochenende und eigentlichem Thema:
Wie bereits erwähnt, waren wir Sonntagmittag in Klaksvík auf dem Geburtstag meiner kleinen Gastcousine. Und wenn man schon mal den weiten Weg (70km) in den Norden gemacht hat, die Großmutter und eine kultur- und landschaftsbegeisterte Austauschschülerin im Auto sitzen hat, kann man ja auch gleich noch eine Extrarunde drehen :)
Wir also weiter nach Norden, genauer gesagt auf die Insel Viðoy ("Holzinsel", laut wikipedia). Nicht, dass es hier im Gegenzug zu den anderen 17 Inseln Bäume geben würde. Nein, der Name soll vom vielen Treibholz kommen, das hier angeschwemmt wurde. Meine Gastoma war zuletzt in den 80ern, ich nur bei Nacht auf der Insel. Daher also umso spannender.
Auf Viðoy gibt es 2 einhalb Dörfer mit insgesamt 617 Einwohnern, sowie das Kap Enniberg, das nicht nur der nördlichste Punkt der Färöer darstellt, sondern auch das höchste senkrechte Kliff (754 Metern) der Welt.
Von hier kann man dann auch östlich die beiden Inseln Svínoy ("Schweineinsel") und Fugloy ("Vogelinsel") sehen - die letzten Inseln, die noch auf meiner gesehen-Liste fehlten ;)
Auf halben Weg zurück nach Klaksvík haben wir dann noch einen zweiten Abstecher nach Kunoy ("Fraueninsel") - meine 10. Insel also :) Hier gibt es zwei Orte mit insgesamt 157 Einwohnern. Das besondere am Norden ist vor allem die tolle Landschaft - Tórshavn ist dagegen regelrecht langweilig. Egal wohin man sieht - hohe Berge, Fjorde, idyllische Dörfer.
| Blick auf Kalsoy ("Männerinsel") |
Mal gucken, wenn sich in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren etwas an den einspurigen, unbeleuchteten Tunneln ändert, könnte ich mir sogar vorstellen, hierher zu ziehen :)
| Schulgebäude in Kunoy |
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