Freitag, 21. September 2012

Malerisches

Kunst, Regenjacken und Sonnenschein


Ich denke, es ist mal wieder an der Zeit, dass ich etwas von mir hören lasse...

Ich erzähle einfach mal was über meinen Kunstkurs, den ich 10 Stunden die Woche habe. Wir sind etwa 20 Schüler zwischen 15 und 17, davon 18 Mädchen und zwei Jungs. Unterrichtet werden wir von zwei jungen Lehrerinnen. Das schöne an Lehrern hier ist, dass man sie duzt und mit ihnen über alles mögliche reden kann. Eine der beiden Frauen arbeitet alle zwei Monate für drei Wochen auf Stóra Dímun, der drittkleinsten Insel, und unterrichtet die zwei Kinder der einzigen Familie, die die Insel bewohnt. Die andere ist Dänin und hat daher Probleme bei der Aussprache, weshalb sie nur dänisch und zu mir deutsch spricht. Gemeinsam wundern wir uns auch mal gerne über die färöische Kultur :)

bei einem gemeinsamen Abend in der Schule
Jede Woche backt einer einen Kuchen :)
die Kirche in Klaksvík (leider halb in Renovierungsarbeiten)
Einen normalen Unterricht gibt's irgendwie nicht, weil wir ständig etwas anderes machen. So waren wir beispielsweise schon in der Stadtmitte und haben den Hafen und ähnliches gezeichnet (wobei's echt schweinekalt war - meinten selbst die "Eingeborenen" - und ich natürlich keine Jacke dabei hatte...), dann haben wir die Fenster im Klassenraum angemalt und sind schließlich nach Klaksvík, die zweitgrößte Stadt mit 4.500 Einwohnern, gefahren, um die dortige Kirche samt größtem Fresko in Skandinavien und möglicherweise ganz Europa zu begutachten. Auf der Busfahrt (sind grobe 80 Kilometer, daher waren wir auch 1 1/2 Stunden mit dem Bus unterwegs) habe ich übrigens meinen ersten färöischen Schnee gesehen :)

unter dem Kirchendach...

Das war's so weit zur Kunst. Vorgestern Nacht (glaube ich) wurden übrigens in Island und im Norden der Färöer Polarlichter gesichtet. Ich hab natürlich nichts mitbekommen, aber weil ich jetzt weiß, dass es dir hier gibt, kann ich irgendwie nicht mehr mit ruhigen Gedanken ins Bett gehen ...







 und wenn man schon mal dabei ist, Fotos zu machen, und ausgerechnet kein Tourist das Bild versaut ...
 Ich weiß nicht, wie gut man's erkennt, aber heute waren soo viele Boote unterwegs, echt unglaublich. Ganz in der Nähe da habe ich auch übrings meinen Wal gesehen :)
 Die Altstadt mit ohne Fähre, die glücklicherweise mal nicht im Hafen liegt... etwas rechts hinter der großen Kirche wohne ich :)


Als ich dann heute morgen aufgestanden habe, stand im Hafen (Blick aus'm Fenster) auf mal ein großes Kreuzfahrtschiff, dass ich dann erstmal mittags nach der Schule fotografieren gegangen bin. Unter den ganzen Touristen bin ich auch überhaupt nicht aufgefallen - höchstens weil ich keine (bunte) Regenjacke anhatte. Glücklicherweise habe ich bei der Gelegenheit auch festgestellt, dass gar nicht alle Touristen so deutsch sind, wie sie aussehen. Ich habe sogar Turbane und die lieben Asiaten entdeckt. Insgesamt also ein ganz lustiger Haufen :)

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