Dienstag, 7. August 2012

Schnitzeljagd und Querfeldein

varðar und im Hintergrund Tórshavn (Hauptstadt)

erste Wandertour

Vom Esszimmer aus sieht man ein paar Berge, die verhältnismäßig relativ hoch sind. Und da sind wir (Gastschwestern + italienische Feund & Hund) gestern hoch gewandert.

Gipfel, die Steintürme kann
man übrings vom Haus aus sehen :)



Erstmal ging's mit dem Auto auf etwa 120 m Höhe und dann zu Fuß weiter. Der Boden ist teilweise einfache Wiese und sehr einfach zu laufen, andererseits eine einzige Steinwüste, pure Erde oder irgendetwas Sumpfiges. Wege gibt es nicht, dafür aber Wegweiser, die varðar genannt werden. Das sind Steinhaufen, die man selbst bei dichtem Nebel noch erkennen sollte. Man geht zu einem und sieht sich nach dem nächsten um. Ähnelt ein wenig einer Schnitzeljagd :) und Tradition ist, dass jeder Wanderer noch einen Stein dazulegt, damit sie niemals verschwinden :)

Am Gipfel (etwa 340m) angekommen, haben wir eine kurze Pause mit Butterbroten (unteranderem mit färöischer Wurst - Schaf natürlich :)) gegessen. Während wir da saßen und es relativ windig und kalt war, zog aufmal dichter Nebel auf und verdeckte alles. Spätestens fünf Minuten später war aber auch alles wieder "normal".

 Dann haben wir uns noch entschieden etwas weiter zu gehen und waren dann noch weitere, gute zwei Stunden unterwegs. Auf dem Weg habe ich eine Armbanduhr gefunden, die ich auf einen Stein legen und liegenlassen wollte. Daraufhin meinten meine Gastschwestern aber, dass jegliche Fundsachen mitgenommen und in der Polizeistation abgegeben werden. So viel zum Thema sicherster Platz auf Erden ... :)

Ach, Schafe sieht man übrings relativ selten. Und da Øðin (Hund) dabei war, ohnehin nur beim Wegrennen :D

Unser Ziel war dann ein kleines Dorf, dass noch sehr traditionell färöisch ist. Hier gibt es eine kleine Kirche und die Grundmauern einer größeren, die aber nie fertig gestellt wurde. Kurz die Geschichte dazu: Der Priester war die kleine, bereits existierende Kirche leid und beschloss in derselben Stadt eine "riesige" zu bauen. Als er jedoch das gesamte Geld der Einwohner verbraucht hatte, wurden die Färinger wütend, dass der Priester auf die Mauern floh und nach mehreren Tagen dort oben starb :)

Außerdem gibt's in diesem Dörfchen ein Haus, das seit 12 (!) Generationen im Familienbesitz ist, das Holz an den Wänden war ursprüngliches Treibholz und es gibt noch einige Schnitzereien aus Wikingerzeiten.


Das war's im Groben. Abschließend kann ich sagen: Färöische Luft ist komplett anders: erfrischend und ermüdend zugleich, goða nátt! :)

1 Kommentar:

  1. Guten Tag aus dem Urlaub in Dänemark,
    sehr schön und interessant, bisher scheint es auch nicht so viel Regen zu geben..... wann beginnt das Schuljahr? Das wird ja spannend.
    Viel Spass weiterhin. Gruß Papa

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